Kindergarten

‍Aus ‍unserem ‍Kindergarten


‍Wie ‍im ‍letzten ‍Gemeindebrief ‍versprochen, ‍möchte ‍ich ‍berichten, ‍wie ‍es ‍mit ‍unserem ‍Thema ‍„Aus ‍Alt ‍mach ‍Neu“ ‍weitergegangen ‍ist:


‍In ‍unserer ‍großen ‍Eingangshalle ‍sind ‍die ‍„Hundertwasser“-Häuser ‍entstanden, ‍d. ‍h. ‍zwei ‍Mitarbeiterinnen ‍haben ‍zusammen ‍mit ‍ca. ‍30 ‍Kindern ‍aus ‍großen ‍Kartons ‍eine ‍Stadt ‍gebaut ‍und ‍diese ‍anschließend ‍im ‍Stil ‍des ‍Malers ‍Friedensreich ‍Hundertwasser ‍gestaltet. ‍Das ‍allein ‍hat ‍schon ‍fast ‍zwei ‍Monate ‍gedauert. ‍Nachdem ‍die ‍Stadt ‍dann ‍zum ‍Spielen ‍freigegeben ‍war, ‍ist ‍das ‍ein ‍sehr ‍beliebter ‍Spielort ‍für ‍die ‍Kinder ‍geworden. ‍Sogar ‍einen ‍Aussichtsturm ‍gibt ‍es ‍– ‍innendrin ‍steht ‍eine ‍Leiter, ‍damit ‍die ‍Kinder ‍auch ‍die ‍Aussicht ‍genießen ‍können. ‍Die ‍Kinder ‍fanden ‍diese ‍großzügige ‍Bauweise ‍so ‍toll, ‍dass ‍in ‍den ‍Gruppen ‍dann ‍noch ‍ein ‍Schloss, ‍eine ‍Rakete ‍und ‍verschiedene ‍Tunnel ‍entstanden.


‍Ein ‍weiteres ‍großes ‍Highlight ‍in ‍dieser ‍Zeit ‍war ‍die ‍Wollwerkstatt, ‍in ‍der ‍gewebt, ‍gewickelt, ‍aber ‍auch ‍genäht ‍wurde. ‍Es ‍entstanden ‍Unmengen ‍an ‍bunten ‍Bommeln ‍in ‍allen ‍Größen ‍und ‍zahlreiche ‍gewebte ‍Teppiche. ‍Manche ‍Kinder ‍konnten ‍gar ‍nicht ‍wieder ‍aufhören ‍damit.


‍Zurzeit ‍bauen ‍die ‍Kinder ‍u.a. ‍gerade ‍Gespensterschlösser ‍aus ‍Eierkartons ‍sowie ‍Boote ‍aus ‍Milchkartons. ‍Und ‍für ‍die ‍Schulanfänger ‍gab ‍es ‍eine ‍ganz ‍besondere ‍Herausforderung: ‍Wir ‍haben ‍in ‍zwei ‍Gruppen ‍neue ‍Stühle ‍bekommen ‍– ‍was ‍passiert ‍nun ‍mit ‍den ‍alten? ‍Wir ‍wollten ‍sie ‍ja ‍nicht ‍auf ‍dem ‍Müll ‍entsorgen, ‍sondern ‍haben ‍uns ‍überlegt, ‍dass ‍jedes ‍Kind, ‍das ‍dieses ‍Jahr ‍zur ‍Schule ‍kommt, ‍sich ‍einen ‍Stuhl ‍ganz ‍nach ‍seinen ‍Wunschvorstellungen ‍gestalten ‍kann.


‍Und ‍dann ‍wurde ‍geschmirgelt ‍(mit ‍einem ‍echten ‍Schwingschleifer), ‍gepinselt ‍und ‍gebastelt. ‍Die ‍Kinder ‍hatten ‍ganz ‍genaue ‍Vorstellungen, ‍wie ‍ihr ‍Stuhl ‍aussehen ‍sollte: ‍Da ‍gibt ‍es ‍einen ‍Lamborghini, ‍einen ‍Ferrari ‍(mit ‍Original ‍Ferrari-Markenzeichen), ‍mehrere ‍Einhörner, ‍Pferde, ‍eine ‍Katze, ‍einen ‍Fisch, ‍einen ‍Dino, ‍einen ‍Raptor, ‍einen ‍Kaufmannsladen, ‍ein ‍Schiff ‍und ‍verschiedenes ‍mehr.


‍Und ‍auch ‍unsere ‍Jüngsten, ‍die ‍„Erdmännchen“, ‍haben ‍sich ‍fleißig ‍beteiligt ‍und ‍viele ‍Dinge ‍aus ‍Kartons ‍und ‍Kästen ‍hergestellt. ‍Dabei ‍wurde ‍oft ‍mit ‍Fingerfarbe ‍gearbeitet, ‍so ‍dass ‍sehenswerte ‍Bilder ‍oder ‍mit ‍Hand- ‍und ‍Fußabdrücken ‍gestaltete ‍Kästen ‍entstanden.


‍Zum ‍Abschluss ‍unseres ‍Themas ‍haben ‍wir ‍alle ‍Familien ‍zu ‍einer ‍großen ‍Ausstellung ‍eingeladen, ‍um ‍sich ‍die ‍entstandenen ‍Kunstwerke ‍in ‍Ruhe ‍anzusehen. ‍Natürlich ‍war ‍auch ‍für ‍das ‍leibliche ‍Wohl ‍gesorgt, ‍denn ‍es ‍gab ‍eine ‍Cafèteria ‍mit ‍leckerem ‍Kuchen, ‍den ‍die ‍Eltern ‍gespendet ‍hatten. ‍Das ‍Recyceln ‍hat ‍allen ‍sehr ‍viel ‍Spaß ‍gemacht ‍und ‍könnte ‍uns ‍durchaus ‍noch ‍eine ‍Zeit ‍lang ‍begleiten. ‍Auf ‍jeden ‍Fall ‍bleiben ‍uns ‍die ‍spielzeugfreien ‍Tage ‍erhalten, ‍um ‍weiter ‍die ‍Fantasie ‍und ‍den ‍Ideenreichtum ‍der ‍Kinder ‍herauszufordern.


‍Aber ‍ich ‍wollte ‍noch ‍über ‍etwas ‍anderes ‍berichten: ‍Im ‍vergangenen ‍Herbst ‍hatte ‍ich ‍darüber ‍geschrieben, ‍dass ‍unser ‍Mehrzweckraum ‍neu ‍gestaltet ‍wird: ‍Der ‍ist ‍nun ‍schon ‍längst ‍fertig ‍und ‍wird ‍fleißig ‍für ‍Bewegungsaktionen ‍genutzt. ‍Der ‍Raum ‍bringt ‍alle ‍zum ‍Staunen, ‍die ‍ihn ‍das ‍erste ‍Mal ‍sehen ‍– ‍so ‍schön ‍ist ‍er ‍geworden. ‍Für ‍die ‍Kinder ‍gibt ‍es ‍zahlreiche ‍Spiel- ‍und ‍Sportmöglichkeiten ‍und ‍er ‍ist ‍so ‍gestaltet, ‍dass ‍er ‍den ‍Erfordernissen ‍nach ‍immer ‍neue ‍Herausforderungen ‍bieten ‍kann. ‍So ‍gibt ‍es ‍z.B. ‍ein ‍Motorik-Center, ‍das ‍ist ‍ein ‍Schienensystem ‍unter ‍der ‍Decke, ‍in ‍dem ‍immer ‍neue ‍Geräte ‍eingehängt ‍werden ‍können. ‍So ‍können ‍wir ‍z.B. ‍auch ‍inklusiven ‍Aspekten ‍bei ‍Kindern ‍mit ‍besonderem ‍Förderbedarf ‍gerecht ‍werden.


‍An ‍dieser ‍Stelle ‍möchte ‍ich ‍mich ‍im ‍Namen ‍aller ‍Kinder ‍und ‍Mitarbeiterinnen ‍ganz, ‍ganz ‍herzlich ‍bei ‍allen ‍bedanken, ‍die ‍uns ‍bei ‍der ‍Umsetzung ‍der ‍Planung ‍so ‍sehr ‍unterstützt ‍haben ‍und ‍die ‍uns ‍mit ‍kleinen ‍und ‍größeren ‍Spenden ‍das ‍Ganze ‍erst ‍ermöglicht ‍haben. ‍Besonders ‍danken ‍möchte ‍ich ‍dabei ‍dem ‍Basarteam, ‍das ‍uns ‍immer ‍wieder ‍Wünsche ‍ermöglicht, ‍sowie ‍der ‍Stiftung ‍„Meilenstein“ ‍und ‍der ‍Stiftung ‍der ‍Sparkasse ‍Herford. ‍Aber ‍auch ‍dem ‍Presbyterium ‍unter ‍Vorsitz ‍von ‍unserer ‍Pfarrerin ‍Simone ‍Rasch ‍möchte ‍ich ‍einmal ‍einen ‍herzlichen ‍Dank ‍aussprechen, ‍denn ‍ohne ‍ihre ‍Unterstützung ‍wäre ‍dies ‍Projekt ‍auf ‍keinen ‍Fall ‍gelungen!


‍Und ‍so ‍verbleibe ‍ich ‍mit ‍herzlichen ‍Grüßen ‍aus ‍dem ‍sommerlichen ‍Kindergarten ‍

‍Ihre ‍Gabriela ‍Kohnen

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